Wen wir suchen

 
Jeder, an einer der Karlsruher Hochschulen ordentlich eingeschriebene, männliche Student kann bei uns Mitglied werden. Es besteht keine Einschränkung hinsichtlich Herkunft oder Nationalität. Auch Studierende, die aus dem Ausland zum Studium nach Karlsruhe gekommen sind, sind bei uns herzlich willkommen, sofern ein gutes Grundverständnis der deutschen oder gute Kenntnisse der englischen Sprache vorhanden sind. Ein ausreichendes Interesse, Deutsch zu lernen, sowie an studentischer Kultur sollte aber in jedem Fall bestehen.

Für unsere Mitglieder besteht weder eine politische noch konfessionelle Bindung. Da unser Verständnis von Gemeinschaft aber auf evolutionärer Entwicklung der Gesellschaft und demokratischer Partizipation beruht, sind Extreme, ob politisch rechts, links oder religiös, bei uns nicht erwünscht. Wir geben unser Bestes, um angehende Mitglieder nicht nach Kleinigkeiten in Auftreten und Verhalten, nach ihrer Herkunft oder ihren sprachlichen Fähigkeiten auszuwählen. Vielmehr suchen wir bei unseren Bewerbern nach einer vernünftigen Grundhaltung gegenüber dem Studium und dem menschlichen Zusammenleben. Unter diesem Leitbild haben wir auf unserem Haus derzeit Persönlichkeiten aus ganz Deutschland versammelt: von Emden an der Nordseeküste bis Freiburg im sonnigen Süden, über Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und die neuen Bundesländer erstreckt sich die Heimat unserer Hausbewohner. Sie alle haben hier in Karlsruhe nicht nur eine Wohnung, sondern ein zweites Zuhause gefunden.

Von jeher verstehen sich die Studentenverbindungen als starke Gemeinschaften hochanständiger und motivierter junger Menschen - von einigen schwarzen Schafen abgesehen. Ein jedes unserer Mitglieder sollte gewillt sein, in sich die Eigenschaften Ehrlichkeit, Worttreue, Bescheidenheit, Arbeitsamkeit und Güte zu suchen. Als angehende Akademiker tragen wir zukünftig Verantwortung in unseren Unternehmen und für die Menschen in unserer Umgebung. Nur wenn wir lernen, nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zu treffen und unsere Überzeugungen unter Opferbereitschaft zu vertreten, können wir einen Beitrag für eine friedliche Gesellschaft leisten.

Gleichzeitig versteht sich keines unserer Mitglieder als „moralisch vollkommen“. Vielmehr leben wir im täglichen Spannungsfeld zwischen persönlichem Interesse, Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft, der Vorsorge für die Zukunft und den Bedürfnissen unserer Nächsten. Wir wollen uns dessen stets bewusst sein und die Chance, die uns das Studium bietet, nutzen, um uns charakterlich weiterzuentwickeln. Genau hierfür bietet Die Studentenverbindung den optimalen Raum. So heißt es auch auf der Internetpräsenz unseres Dachverbandes, in dem knapp 100 Verbindungen aus ganz Deutschland vereint sind:

« Der ist frei, der in eigener Arbeit sich in bewusster Selbsterziehung zu einem innerlich freien Menschen formt. Auf dem so bereiteten Boden können die Tugenden – Selbstbeherrschung, Gemeinschaftsbewusstsein und Einsatzbereitschaft – wurzeln. Sie spornen an, aus freiem Willen Selbstsucht und Eigennutz zu überwinden, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft zu entwickeln. Der besondere sittliche Wert der Tugenden beruht darin, dass sie nicht von Natur aus vorhandene Eigenschaften haben, sondern dass diese Eigenschaften in ausdrücklicher Anstrengung erworben werden müssen. »


 
Die Chargierten mehrerer Korporationen während des Pfingstkongresses in Coburg